„Ich habe schon gehört, dass du gut im Bett sein sollst. Stimmt übrigens!“

„Ich habe schon gehört, dass du gut im Bett sein sollst. Stimmt übrigens.“

Ein Kompliment zu machen ist wie eine Fahrt auf einem vereisten See. Entweder sie schliddern peinlich in der Gegend herum oder sie fahren lässig mit einem Arm am Lenkrad einen Quattro.

Jeder kennt die Standardsprüche wie: „Deine Augen sind wunderschön“ oder „Dein Lächeln ist toll“. Es gibt wahrscheinlich keine Frau, die diese Worte noch nicht gehört hat. Aber darf man sie deswegen nicht mehr sagen? Doch, darf man!

Die meisten Komplimente kommen nämlich leider in Situation, in denen sie so angebracht sind wie ein Furz im Fahrstuhl. Viele Menschen versuchen mit einem Kompliment das Eis zu brechen, wenn der Eisberg schon direkt voraus ist. Wir alle wissen, dass noch nicht mal der Rumpf der Titanic gegen ihn gewonnen hat. Aus diesem Grund möchte ich in diesem Blogbeitrag meine drei wichtigsten Tipps für das perfekte Kompliment mit ihnen teilen.

  1. Der richtige Moment

Die schönsten Komplimente kommen in Situationen, in denen man nicht damit rechnet. Es darf auch gern etwas verspätet kommen, dann ist es meistens noch wirkungsvoller. Ein Beispiel? Bleiben wir bei dem „Schöne Augen“ – Klassiker.

Sie bemerken, dass ihr Gegenüber schöne Augen und einen intensiven, abziehenden Blick hat? Dann genießen sie ihn! Ihr aufmerksamer Blick wird wahrscheinlich nicht unbemerkt bleiben und vielleicht wird sogar mit einem Kompliment von ihnen gerechnet. Aber: Wenn sie erst eine Stunde später – vielleicht auch erst bei der Verabschiedung – sagen: „Mir geht gar nicht aus dem Kopf, wie schön du heute ausgesehen hast. Deine Augen haben richtig gestrahlt.“ Das ist es gerade zum Abschied ein perfektes Kompliment, um ihr Date mit einem noch angenehmeren Gefühl nach Hause gehen zu lassen. Probieren sie es mal aus!

Ein schönes Kompliment kann eine intime Situation noch verstärken. Gehen wir zum Beispiel zu einem Kuss: Die Knie zittern, die freudige Erwartung liegt schon seit Minuten in der Luft und dann ist es endlich soweit: Sie küssen sich zum ersten Mal. Ein: „So wunderschön bin ich ewig nicht geküsst worden…“ würde sich doch atemberaubend toll in ihren Ohren anhören, oder? Genau! Wenn es so ist, dann darf es auch gern gesagt werden! 

  • Die richtigen Worte

Ein Kompliment muss immer – wirklich immer – ehrlich gemeint sein und von Herzen kommen! Sonst wirkt es plump, abgedroschen und bloß so daher gesagt. Damit legt man unnötig den Rückwärtsgang ein. Wenn ihnen etwas auffällt, dann überlegen sie sich also genau, ob und wie ein Kompliment in die Situation passen würde.  

Wenn sie selbst ein schönes Kompliment bekommen, dann genießen sie es bitte und nehmen es dankend an. Die Person, die ihnen ein Kompliment macht, möchte damit natürlich nicht auf die Nase fallen. Dieses Gefühl entsteht aber schnell wenn sie abwinken und sagen: „Ach quatsch“ oder „Stimmt ja gar nicht.“ Ein geschmeicheltes „Vielen Dank“ ist doch für beide Seiten angenehmer. Die Königsdisziplin ist es, ein Gegenkompliment zu machen. Aber nur, wenn es ehrlich gemeint ist. Hier ein Beispiel mit dem Augen – Klassiker:

„Deine Augen strahlen, Wahnsinn.“

„Vielen Dank. Dazu haben sie in deiner Gegenwart ja auch allen Grund.“

Bingo! Mit Vollgas auf der Überholspur!

  • Die Kompliment – No Go´s

Kennen sie eingeforderte Komplimente? Vor allem Frauen beherrschen diese Kunst in Perfektion. Sie wissen nicht was ich meine? Dann folgen sie mir in ihren Gedanken in folgende Situation: Sie sitzen im Restaurant und ihre Begleitung sagt: „Ich habe mir dieses Kleid neu gekauft. Wie findest du es?“ Dabei erhebt sie sich kurz und drehte sich einmal im Kreis, damit sie sich das Kleidchen noch einmal im Detail ansehen können. Und? Was werden sie sagen? Lassen sie mich raten, so etwas wie: „Es steht dir hervorragend“ oder „Es ist wie für dich gemacht, die Farbe steht dir gut.“ Richtig? Ganz genau!

Aber ehrlich, hätten sie dieses Kompliment auch ohne ihre Aufforderung gemacht? Wahrscheinlich nicht! Es mag ja sein, dass sie das Kleid wirklich toll finden, aber solche eingeforderten Komplimente sind für mich ein klares No Go! Ich finde, dass ein Kompliment im Bauch kribbeln sollte, weil es unerwartet kommt. Achtung: Fordert ihr Gegenüber immer öfter Komplimente ein, könnte es auch ein Anzeichen für mangelnde Aufmerksamkeit ihrerseits sein.

Ein weiteres No – Go sind völlig übertriebene Komplimente wie: „Du bist die schönste Frau der Welt.“ oder „Du hast dir bestimmt wehgetan, als du vom Himmel gefallen bist.“ Solche pumpen Sprüche sind nicht nur unglaubwürdig, sondern geben dem Empfänger das Gefühl, veräppelt zu werden. Wo wir wieder beim Rückwärtsgang wären…

Kompliment – Fettnäpfchen – Meine Top 3

„Du bist viel jünger, als ich dich vorher geschätzt habe.“

„Ich habe schon gehört, dass du gut im Bett sein sollst. Stimmt übrigens.“

„Du bist viel intelligenter, als du auf den ersten Blick aussiehst.“

Ausnahme: Wenn sie aus der Situation flüchten wollen, weil das Date wirklich schrecklich  ist, dürfen sie flunkernd (so hoffe ich jedenfalls) sagen: „Du bist wirklich ein tolles Date. Aber ich muss leider los, ich muss pünktlich mein Tripper-Medikament nehmen, die habe ich zu Hause vergessen.“ – Zack – Problem gelöst.  

Deine Sexpertin Jana Förster

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