Selbstmade-Vergnügen ;-)

»Perlenspiel & Rubbelmax«

 

„Wie, du hast dich noch nie selbst befriedigt?“ Ich lasse vor lauter Schreck beinahe mein Sektglas fallen, als meine Freundin ganz trocken und völlig nebenbei sagt: „Ich habe es mir noch nie selbst gemacht“. Mein Blick muss in diesem Moment Bände gesprochen haben. „Ich brauchte es noch nie“, versuchte sie sich zu erklären und wundert sich sichtlich über meine Empörung. „Aber du magst dich und deinen Körper schon gern leiden, oder?“ – „Meinen Körper? Naja, der ist ganz in Ordnung.“ – „In Ordnung? IN ORDNUNG? Du siehst doch toll aus. Deine Beine sind beneidenswert und dein Po ist so süß. Und deine Taille….“ – „Ist ja gut! Darüber mache ich mir eben einfach nie Gedanken.“ – „Aber warum denn nicht? Du hast doch nur diesen einen Körper. Mit dem musst du dich doch auseinandersetzen. Und ihnen kennenlernen. Ihn lieben und ihm etwas Gutes tun, dich selbst und deine Lust erforschen…“ Wir trinken noch einen großen Schluck Sekt und müssen beide die gesprochenen Worte erst einmal verdauen. Nach einigen Sekunden fragt sie mich zaghaft: „Wie oft machst du es dir denn selbst?“

Tja, liebe Leser, diese Antwort, die ich meiner Freundin gegeben habe, werde ich ihnen jetzt schuldig bleiben.

Ist es nicht schade, dass meine Freundin mit Mitte dreißig ihre Selfmade-Sexualität noch nicht kennengelernt hat? Sie weiß nicht, wie sie sich selbst zum Orgasmus führt. Ich frage mich, wie es dann erst ein Mann bei ihr schaffen soll? Und eigentlich gehört es – nach meinem Empfinden – in jedes Intimleben, sich selbst zu berühren.

Es gibt eine finanzielle Gesundheit, eine gesundheitliche Gesundheit, eine seelische Gesundheit – und, ja – eine sexuelle Gesundheit. In Letzterer sollte man sich mit den eigenen Bedürfnissen, Vorlieben, Veränderungen von Empfindungen und körperlichen Bedürfnissen beschäftigen. Sie haben nicht nur verschieden intensive Beziehungen zu den Eltern, Geschwistern, Freunden, Kollegen und Partnern. Sondern in erster Linie auch mit sich selbst. Das vergessen leider viel zu viele Menschen. Seien sie sich dessen bitte bewusst(er).

Deswegen gibt es im winterlichen Januar meine drei wichtigsten Argumente für die Selbstbefriedigung. Und meiner Freundin schicke ich gleich mal den Link zu diesem Blogbeitrag… 🙂

 

  1. Intimzonenforschung

Es ist eine wahre Freude, sich mit dem eigenen sexuellen Empfinden zu beschäftigen. Jeder Mensch hat nur diesen einen Körper mit seinen zahlreichen erogenen Zonen. Diese lustvoll zu entdecken ist nicht nur für die eigene Sexualität wichtig, sondern fördert auch die Qualität des eigenen Sexuallebens allgemein. Die Vorlieben ändern sich im Laufe der Jahren und die Intensität, wie und wo man gern liebkost werden möchte, auch. Also begeben sie sich schnell auf die Forschungsreise. Übrigens: Aus meiner Sicht sind Badewannen nur für das Selfmade – Vergnügen erfunden worden. 😉

 

  1. Fantasietraining

Ein Dreier, Sex mit dem Chef oder mit einer völlig unbekannten Person. In einer Sauna, im Aufzug oder am Strand. Mit dem eigenen Geschlecht oder mit mehreren Personen auf einmal. In der eigenen Fantasie ist alles erlaubt, was anmacht. Und das ist auch gut so. Denn nichts davon ist echt und deshalb völlig unverfänglich. Viele Leute stellen sich bei der Selbstbefriedigung Situationen vor, die sie in der Realität manchmal gar nicht erleben wollen. Also lassen sie sich von ihrer Fantasie an die ungewöhnlichsten Orte mit den verrücktesten Personen mitnehmen und erleben sie heiße Situationen mit ihrer Fantasie und ihrem Körper!

 

  1. Stressabbau

 

Der Vollzeitjob da, private Verpflichtungen hier, Termine dort, dann noch der Geburtstag eines Freundes und die Katze hat auch noch Durchfall. Stress bestimmt oft den Alltag, da braucht man sich nichts vormachen. Aber wussten Sie schon, dass Selbstbefriedigung Stress abbaut? Ist das nicht fabelhaft?! Also wenn sie mal wieder von einem Termin zum nächsten gehetzt sind und endlich zu Hause ankommen, dann nehmen sie sich einfach die Zeit für sich und ihre Lust. Die eine oder andere Falte oder ein graues Haar wird ihnen dadurch vielleicht auch erspart bleiben. Und: Es zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht. Und das kann bei der Partnersuche oder in ihrer bestehenden Partnerschaft auch nicht schaden…

 

Ich habe im Zuge dieser Kolumne in meinem Umfeld nachgeforscht. Meine erste Frage war, wie oft Selbstbefriedigung auf der Tagesordnung steht. Und dann wollte ich gern wissen, welchen Spitznamen sie der Selbstbefriedigung geben. Denn sind wir mal ehrlich, Masturbation oder Selbstbefriedigung klingt schon sehr wissenschaftlich und unerotisch, oder?

 

Die Männer antworteten, dass sie es sich 3 – 4 Mal pro Woche selbst machen. Interessant war, dass diese Antwort von Singles ebenso wie von Männern in Partnerschaft kam. Es ist also auch in einer Partnerschaft völlig in Ordnung, sich selbst Freude zu verschaffen. Also seien sie nicht sauer, wenn sie ihren Partner mal dabei überraschen. Es hat nichts damit zu tun, dass sie ihm nicht genügen! Es gehört zur Selbstliebe einfach dazu.

Meine Top drei der männlichen Kosenamen: „Den Kasper schnäuzen“, „Mütze – Glatze“, „Jürgen würgen“ und „fünf gegen Willi“.

 

Die Frauen waren sich in ihren Antworten nicht ganz so einig. Von einmal pro Monat bis hin zur täglichen Freude am Morgen war alles dabei. Viele erzählten, dass die Häufigkeit im Laufe der Jahre stark variieren würde. Frauen scheinen also in ihrem Leben Phasen zu haben, in denen sie sich gern öfter Freude bereiten und in anderen Zeiten weniger.

Meine Top drei der weiblichen Kosenamen: „Selbstgespräch“, „Zitterpartie“ und „die Hände in den Schoss legen“.

Ihre Sexpertin Jana Förster

 

P.S.: Wie ist ihr Lieblingsbegriff für die wahrscheinlich schönste „Alleintat“ der Welt?

Kommi´s bitte

 

Leave a Comment

  • Latest Comments

    • http://site3070.vzshop.info
      4 Monaten ago - Antworten

      Awsome post and straight to the point. I don’t know if this is in fact the best place to ask but do you people have any ideea where to get some professional writers? Thank you 🙂